Beutel, Tüten

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Was sind Beutel?

Beutel und Tüten sind Transportbehältnisse. Sie kommen für den Transport von Waren verschiedenster Art zum Einsatz. Umgangssprachlich ist der Begriff Beutel kaum noch zu hören. Die meisten Menschen sprechen von Tüten, sofern sie eine solche aus Kunststoff oder Papier erhalten.

Ein Beutel ist dagegen oft aus Stoff und mit zwei Henkeln versehen. Tüten können ebenfalls mit Henkeln ausgestattet sein. In der Fachsprache, also in Handel oder Gewerbe, wird in der Regel von Beuteln gesprochen.

Hier ein Auszug aus den möglichen Varianten:

  • Faltenbeutel
  • Seitenfaltenbeutel
  • Sichtstreifenbeutel
  • Gefrierbeutel

Tüten gibt es allerdings auch. Etwa die Spitztüte aus Papier, die uns Menschen bereits seit über 600 Jahren begleitet. Eine klare Abgrenzung aufgrund der Materialien, wie es sich in der Umgangssprache weitestgehend durchgesetzt hat, besteht nicht. Das wäre auch etwas schwer, da es heute durchaus üblich ist Kunststoff und Papier miteinander zu kombinieren, um in einem Produkt die Vorteile beider Materialien nutzen zu können.

Die Tüten vereinen viele positive Eigenschaften

Die Luftdurchlässigkeit ist eine Eigenschaft, in der sich Papier und Kunststoff wesentlich unterscheiden. Kunststoff ist nahezu luftundurchlässig, Papier lässt dagegen Luft hindurch. So sind beispielsweise Lebensmittel, die eine gewisse Luftzirkulation benötigen, in einer Kunststofftüte nicht optimal verpackt. Frische, noch warme Backwaren sind ein gutes Beispiel. Sie geben Feuchtigkeit ab, was in einer Kunststofftüte zu Kondenswasserbildung und Begünstigung von Schimmel führt.

Eine perforierte Kunststofftüte, eine Papiertüte oder eine Tüte aus beiden Materialien bietet sich an. Sichtstreifenbeutel, wie sie das Unternehmen Papier Liebl führt, sind oft das Produkt der Wahl. Dafür wurde eine Tüte aus Kraftpapier mit einem Sichtfenster aus Polypropylen (PP) versehen. Somit ist die Luftzirkulation in der Tüte sichergestellt.

Zugleich kann ein Blick auf den Inhalt geworfen werden, was wiederum in einer Einkaufstelle mit Selbstbedienung von Vorteil ist. Die Tüte kann in diesem Falle verschlossen bleiben, da von außen zu sehen ist, was sich darin befindet.

Für die Kunden eine hygienische Angelegenheit: Ihre Waren kommen nicht mit Gegenständen und anderen Personen in Kontakt.

Fettige Lebensmittel in einer Tüte transportieren

Ein weiteres beliebtes Einsatzgebiet von Kunststoff-Papier-Tüten ist der Transport von fettigen Lebensmitteln. Gegrillte Haxen und Hähnchen seien hier stellvertretend genannt. Sie werden in bedruckten Papiertüten verkauft, die innen mit einer fett- und öldichten Folie beschichtet sind. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass der Kunde, ohne das Austreten von Fett und Öl, seine Speisen sicher nach Hause transportieren kann. Gelegentlich wird für einen leichteren Transport die Hähnchen- oder Haxentüte zusätzlich in einer Kunststofftüte mit Henkeln verpackt. Das ist vor allem der Fall, wenn mehrere Speisen geordert werden. Die zusätzliche Tüte macht ein einfaches Tragen in der Hand möglich und sorgt für einen nochmaligen Schutz vor Fett- beziehungsweise Ölaustritt.

Aufgrund ihrer vielfältigen Kombinationen von Papier und Kunststoff sind mittlerweile Beutel für alle Arten von Lebensmitteln verfügbar. Sie sind deshalb zu Recht das am häufigsten zu sehende Transportbehältnis für lose Waren.

Welche Tüten gibt es?

Tüten begegnen uns Menschen überall. Sie sind eins der beliebtesten Transportbehältnisse weltweit. Um 1400 begann ihr Siegeszug in Deutschland. Damals wurde die Papierherstellung hierzulande bekannt. Zur Herstellung von Tüten aus Papier war es da nicht mehr weit. Rund fünf Jahrhunderte lang begleiteten uns Spitztüten. Heute sind sie nur noch gelegentlich zu sehen. Das liegt auch daran, dass im Jahre 1901 die erste Fabrik zur maschinellen Fertigung von sogenannten Klotzbodenbeuteln ihre Toren öffnete.

Die maschinelle Fertigung von Papierspitztüten währte zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 48 Jahre. Eine entsprechende Fabrik wurde nämlich erst 1853 eröffnet. Davor wurden die Spitztüten in Handarbeit aus einem Papierbogen gefertigt. In der Gegenwart sind Flachbeutel, Klotzbodenbeutel und Kreuzbodenbeutel aus Papier populär. Der Begriff Tüte hat sich umgangssprachlich für Beutel aus Kunststoff durchgesetzt. In der Fachsprache ist von Beuteln und Tüten die Rede, wobei Beutel eine häufigere Verwendung findet.

Tüten aus Kunststoff erhalten Sie bei Papier Liebl

Die Ära der Tüten aus Kunststoff begann, verglichen mit der Geschichte der Papiertüten, relativ spät. Das Kaufhaus Horten in Neuss war der erste Händler, der 1961 eine Plastiktüte an seine Kunden herausgab. Die Tüten aus Kunststoff setzten sich schnell durch und verdrängten die Papiertüten fast vollständig.

Gegenwärtig sind beide Tütenvarianten in Gebrauch. Jedes Material hat Eigenschaften, die es für die eine oder andere Aufgabe besonders interessant machen. Inzwischen gibt es auch Tüten, die aus Papier sind und durch die Beschichtung mit oder die Beimischung von Kunststoffen um die positiven Eigenschaften des Kunststoffs erweitert wurden.

Ein Beispiel ist der 2-lagige Hähnchenbeutel aus dem Sortiment von Papier Liebl. Er ist aus Papier und innen mit Folie beschichtet. Damit ist er hervorragend zum Transportieren von fettigen Lebensmitteln und Speisen wie eben gebratene Hähnchen geeignet. Kunststoff und Papier gehen weiter in sogenannten Sichtstreifenbeuteln eine Verbindung ein.

Kunststofftüten sind:

  • geschmacksneutral
  • gasdicht
  • öldicht
  • fettdicht
  • nahezu wasser- und luftundurchlässig
  • transparent
  • reißfest
  • dehnbar

Papiertüten sind:

  • blickdicht
  • luftdurchlässig
  • zugfest

Das sind die wichtigsten Merkmale, die für die Verwendung von Tüten aus beiden Materialien für die Verpackung von Lebensmitteln eine Rolle spielen.

Tüten gibt es in vielen Sonderformen

Tüten werden in den verschiedensten Formen hergestellt. Bei Papiertüten sind Sonderformen am meisten anzutreffen. Kunststofftüten tragen zwar unterschiedliche Bezeichnungen, jedoch ähneln sie sich von der Form her. Hier gibt es eigentlich nur Unterschiede in der Größe und ob sie mit oder ohne Henkel sind.

Die übliche Form von Kunststofftüten ist rechteckig, wobei die einzelnen Seiten proportional gesehen in etwa gleich sind. Quadratische Formen kommen gleichfalls vor, aber nur selten. Papiertüten sind ebenfalls rechteckig und quadratisch, sie zeigen jedoch auch ausgefallenere Formen wie etwa langgezogene Tüten für Baguettes.

Die altbewährten Spitztüten sind weiterhin erhältlich. Eine Kunststofftüte in einer solchen Form gab es bisher nicht. Alle Tütenformen haben sich trotzdem durchgesetzt und sich ihren Platz erobert.

Wann werden Tüten verwendet?

Der Handel kommt ohne Tüten nicht aus. Am bekanntesten sind wohl die bedruckten Plastiktüten, in denen an der Kasse die verkauften Waren verpackt werden. Sie dienen nicht nur der Verpackung, sondern sind ebenfalls wirksame Werbemittel.

Welche Materialien werden bei Tüten verwendet?

In der Lebensmittelbranche kommen Tüten aus verschiedenen Kunststoffen und Papier zum Einsatz. Wann sie verwendet werden hängt von den zu verpackenden Lebensmitteln ab. Manche Tüten dürfen direkt mit Nahrungsmitteln Kontakt haben, andere wiederum sind nur als Umverpackung erlaubt.

Fleisch und Fisch besonders empfindlich

Frisches Fleisch und Fisch sind besonders empfindlich, weshalb sie häufig in Kunststofftüten verpackt werden. Diese sind unter anderem geschmacks- und geruchsfrei. Oft wird der thermoplastische Kunststoff Polyethylen (PE) zur Herstellung von Tüten herangezogen. Ein anderer Stoff mit ähnlichen Eigenschaften ist Polypropylen.

Papier ist für Lebensmittel mit einer gewissen Feuchte nur bedingt geeignet. Eine Beschichtung mit oder Beimischung von Kunststoffen sorgt dafür, dass es auch für derartige Lebensmittel als Verpackung verwendbar ist.

Tüten mit speziellen Eigenschaften bei Papier Liebl

Lebensmittel wie Backwaren, Obst und Gemüse sind in der Regel weniger empfindlich, stellen aber gleichfalls Anforderungen an eine Tüte. Noch warme Backwaren neigen bei gasdichten beziehungsweise luftundurchlässigen Tüten zur Bildung von Kondenswasser. Sie sind in Papiertüten oder in gelochten / perforierten Kunststofftüten gut aufgehoben. Der LDPE Seitenfaltenbeutel aus dem Sortiment von Papier Liebl ist gelocht und daher geradezu prädestiniert für die Verwendung in der Bäckerei oder Backwarenabteilung. Deshalb ist er auch unter dem Namen Brotaufschnittbeutel zu finden. Durch die Luftdurchlässigkeit der Tüte können die Backwaren darin zudem einige Tage aufbewahrt werden. Um Schimmelbefall zu vermeiden, muss bei der Verpackung von Backwaren die Möglichkeit zum Zirkulieren der Luft gewährleistet sein. Bei perforierten Tüten ist diese gegeben.

Die Geschichte der Tüte in Deutschland

In Deutschland tauchten erste Papiertüten um 1400 auf. Zum selben Zeitpunkt nahm die Papierproduktion hierzulande ihren Anfang. Erst im Jahre 1961 begann die Ära der Plastiktüten, also der Tüten aus Kunststoff. Die einstigen Formen haben sich bis in die heutige Zeit erhalten.

Heute sind in Deutschland folgende Tütenformen in Gebrauch:

  • Spitztüten, gewickelt oder geklebt
  • Flachbeutel
  • Klotzbodenbeutel
  • Kreuzbodenbeutel

In der Gegenwart sind am häufigsten die drei letztgenannten Formen zu sehen. Sie sind auch als Sonderformen beispielsweise als Baguettefaltenbeutel mit einer an Baguettes angepassten Länge erhältlich.

Als Faltenbeutel werden die meisten Tüten übrigens unabhängig von ihrer Herstellungsform bezeichnet. Da Tüten üblicherweise für eine platzsparende Lagerung im gefalteten Zustand geliefert werden und dementsprechend über gefaltete Seiten verfügen, können nahezu alle Tüten als Faltenbeutel bezeichnet werden.

Individuelle Gestaltung mit Papier Liebl möglich

Sowohl Plastik- als auch Papiertüten spielen als Werbemittel eine große Rolle. Durch ihre Bedruckbarkeit können sie individuell gestaltet werden. Muster, Texte, Logos auf den Tüten – alles kein Problem für Papier Liebl.

Tüten aus Papier sind problemlos bedruckbar, bei Kunststoffen ist das Bedrucken manchmal erst nach einer Spezialbehandlung möglich. Das in der Verpackungsindustrie beliebte Polyethylen gehört zu dieser Gruppe. Es lässt nur schlecht oder gar nicht bedrucken und kleben, sofern es keiner entsprechenden Vorbehandlung unterzogen wurde.